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Von wegen immer nur meckern!

 

Die Deutschen sehen in der Globalisierung auch positive Aspekte

 

Christa Tamara Kaul  | 07.11.2011

 

Da sage noch mal einer, die Deutschen würden nur meckern! Ein partieller Gegenbeweis ist  spätestens mit den Ergebnissen einer infas-Umfrage erbracht, die im Auftrag der Bertelsmann Stiftung erstellt wurde.

 

Zwar wird demnach der Einfluss der Globalisierung auf die persönliche Situation als relativ gering angesehen, doch dem Einfluss der Globalisierung auf die Situation Deutschlands messen die Bürger durchaus eine größere und dabei keineswegs nur schlechte  Bedeutung bei.

 

So meinen nur 25 Prozent der Befragten, dass ihre soziale Absicherung ohne Globalisierung besser wäre, 22 Prozent der Bürger sind der Auffassung, dass ihre Arbeitsbelastung geringer wäre. 15 Prozent nehmen an, ihr Einkommen wäre höher und 14 Prozent glauben, ihr Arbeitsplatz wäre ohne die Globalisierung sicherer. Jeweils 37 Prozent glauben, Arbeitslosigkeit und Armut fielen geringer aus. Rund die Hälfte der Deutschen schreiben der Globalisierung zwar einen negativen Einfluss auf die Staatsverschuldung zu - Paradebeispiel die Griechenlandrettung - und sehen die internationale Verflechtung auch als eine der Ursachen für die wachsenden Einkommensunterschiede an. Doch immerhin 55 Prozent der Befragten meinen dagegen auch, dass der Einfluss der internationalen Verflechtungen für das  Wirtschaftswachstum förderlich sei.  Na, immerhin.

 

Gunter Thielen, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann Stiftung, zog bei der Vorstellung der Studie die Quintessenz aus den Befragungsergebnissen und folgerte daraus: "Die Ergebnisse der Umfrage belegen indirekt das Vertrauen der Deutschen in die Leistungsfähigkeit der Sozialen Marktwirtschaft. Dieses Konzept hat sich in der Globalisierung als erfolgreich erwiesen. Die Bürger spüren, dass wir mit unserem Wirtschaftsmodell die Krisensituation der letzten drei Jahre gut gemeistert haben. Allerdings sehen sie auch die ökonomischen Risiken der weltweiten Vernetzung und erwarten von der Politik entschlossenes Handeln."

 

Nun, ja - so wahnsinnig überraschend ist das alles nicht. Aber immerhin gut zu wissen, dass das atmosphärisch schon länger so Empfundene sich nun auch in belastbaren Zahlen ausdrücken lässt.

 

Die Studie zum Herunterladen:

http://www.bertelsmann-stiftung.de/bst/de/media/xcms_bst_dms_34721_34723_2.pdf

 

 



 

                                             

© Christa Tamara Kaul