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Islamkonferenz - Was denn sonst?

 

Christa Tamara Kaul   | 13.03.2008

 

Bereits im Vorfeld der dritten Islamkonferenz tauchte sie wieder auf  -  die Frage, was das alles denn eigentlich bringe. Und: Wo sind die Ergebnisse? So, wie jedes Mal, wenn deutsche Staatsvertreter und Muslime sich zusammensetzen, um miteinander nach Möglichkeiten einer besseren Integration zu suchen.  

 

Es gibt kaum eine überflüssigere, um nicht zu sagen: blödere Frage. Ja - es stimmt, sie reden bislang "nur" miteinander, streiten vielfach und grundsätzlich und bislang offenbar auch offen und furchtlos. Aber das allein ist schon des Dankes wert, nachdem Jahre lang eben kein Austausch darüber stattfand, ob Integration gewollt ist und wie sie gelingen könnte.

Dass jetzt nach drei Konferenzen alle Probleme gelöst sein könnten, durfte doch ernsthaft niemand erwarten, der in der Wirklichkeit angekommen ist. Und das heißt, der zugute hält, dass hier die viel beredeten Kulturkreise, meinetwegen sogar Welten aufeinander stoßen. Dass auf der muslimischen Seite keine repräsentative Organisation als Ansprechpartner zur Verfügung steht, welche die Interessen aller oder der  meisten Muslime vertritt. Und vor allem: Dass die Muslime bislang untereinander größtenteils nicht im Gespräch waren, nebeneinander herlebten. All das erschwert den Diskussionsprozess. Aber gerade daher ist  es schon ein Erfolg, wenn radikale und liberale Muslime sowie Säkulare zusammen an einem Tisch sitzen und an zukunftsfähigen Lösungen arbeiten. In der Kritik steht freilich nicht ganz zu Unrecht, dass den Vertretern des orthodoxen Islams zuviel Gewicht gegenüber der moderaten und liberalen Mehrheit der Muslime eingeräumt wurde. Das ist tatsächlich zu überdenken. Dennoch ist es sogar wahrscheinlich der bisher größte Fortschritt, den die Islamkonferenz gebracht hat, dass mittlerweile so etwas wie ein inner-muslimischer Diskurs stattfindet. Zumal das eben auch jene einbindet, die keiner Moscheegemeinde angehören. Nicht zuletzt so mutige Frauen wie Seyran Ates oder Necla Kelek. 

Und für diejenigen, die permanent den Nutzen des bisherigen "bloßen" Debattierens anzweifeln, gab es beim dritten Treffen sogar etwas Handfesteres. Den konkreten Auftrag, einen islamischen Religionsunterricht an deutschen Schulen zu entwickeln. Haben die drei bisherigen Treffen der Islamkonferenz also etwas gebracht? Auf jeden Fall, siehe oben. Und: es gibt keine Alternative.

 

                                             

© Christa Tamara Kaul