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Non plus ultra - Das Juwel der Woche

Das Leben ist nicht immer gerecht. Deshalb werden hier immer wieder (KW = Kalenderwoche) Ereignisse, Personen oder Organisationen, die durch Wort, Bild oder Auftritt herausragten, mit der Aufmerksamkeit bedacht, die sie verdienen.

 

 

Das Juwel der Woche - 8. KW 2010

Promis im Visier von Deutschlands führendem People-Magazin

 

Überwachungskameras in Tarnwohnungen, Bewegungsmelder unter der Fußmatte, Schnüffeleien in der Nachbarschaft - das ganze Repertoire von Spionen eben - es soll 2008 von der der Berliner Foto-,Detektei- und Recherche-Agentur CMK zur Überwachung etlicher Politiker eingesetzt worden sein. Im Auftrag von Deutschlands führendem People-Magazin "Bunte". Allerdings - davon gewusst hat Chefredakteurin Riekel selbstverständlich rein gar nichts, jedenfalls nichts von den Methoden. Sagt sie. Nur die Recherche, die ist schon in Auftrag gegeben worden, und zwar für eine stattliche Summe. Immerhin eine Viertel Million Euro soll CMK für entsprechende Bemühungen vor zwei Jahren von "Bunte" kassiert haben, wie die  "Stern"-Reporter Johannes Röhrig und Hans-Martin Tillack berichteten. Da lässt sich freilich nicht ausschließen, dass der Auftrag vielleicht ein ganz klein wenig über einen üblichen Fotoliefervertrag hinausging.

 

Und was für Fotos es hätten werden können, wenn CMK denn erfolgreich gewesen wäre! Nicht auszudenken die Titelblätter und Schlagzeilen in  Deutschlands führendem People-Magazin - bei den auserwählten Objekten: Horst Seehofer, Franz Müntefering, Oskar Lafontaine. Ein zweites uneheliches Kind von Seehofer vielleicht oder ein paar  Schäferstündchen von Oskar Lafontaine mit der süßen kleinen Stalinistin Sahra Wagenknecht. Oder warum es bei Müntefering und seiner Michelle jetzt schon kriselt. Oder so. Das alles selbstverständlich abgrundtief psychologisch gedeutet von Deutschlands ausgewiesener Versteherin problematischer Liaisonen. Wehe, was ist uns da entgangen! Aber es hat halt nicht sollen sein. Und das ganze schöne Gebinde von 250.000 Euro ging dahin für nix als Ärger. Ärger nun auch noch mit dem Presserat. Sicher wird Frau Riekel sich jetzt eine neue Frisur zulegen. Denn das machen Frauen doch immer, wenn sie in eine Krise geraten. Wie die Chefredakteurin schon mehrfach in ihren allwöchentlichen Hilfereichungen fürs ganz gemeine Leben erklärt hat.

 

Oder um es mit Frau Riekels eigenen Worten vom 25.02.2010 zu sagen: "Am Ende bleibt nur noch das nackte Skelett des Charakters übrig  –  der Mensch, wie er wirklich ist. Jetzt bräuchte es einen wirklich guten Drehbuchschreiber, der die Handlung in Wohlgefallen auflöst."

 

Daher ein weiteres Mal das "Juwel der Woche"   für den ehrlichen Versuch, auch in Deutschland die Verhältnisse des englischen Boulevardjournalismus à la Sun einzuführen.

 

 

Das Juwel der Woche - 7. KW 2010

Guido Westerwelle -  Westerwilli, unser Depp von der Blumenwiese

 

Ob man nun Guido Westerwelles Attacke gegen die spätrömische Dekadenz-Tendenz unseres Sozialstaates begrüßt oder verabscheut - eines muss man ihm lassen: Er steht unerschütterlich zu einmal von ihm Gesagtem. Auch wenn ihm der Sturm der Entrüstung seit seinem Gastkommentar in der "Welt" ihm heftig ins Gesicht fegt. Dort hieß es: "Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätrömischer Dekadenz ein." Allerdings: Überraschen kann das eigentlich nur diejenigen, die ihm in den vergangenen Jahren nicht zugehört haben. Denn neu ist das alles nicht. Seit Menschengedenken verweist der FDP-Chef in lockerer Folge auf das Monster namens  Sozialismus und auf die vergammelten Zustände im Endstadium des alten Rom, stets verbunden mit der Warnung  vor  ähnlichen  Endzeitdeformierungen des deutschen Staates. Soll heißen: Nix mit panem et circenses! Stattdessen: ora et labora! Äh, also zumindest labora. Oder auch: rabota, dawai!

 

Und dass das FDP-Alphatier nun mal ein so bemerkenswerter Mann ist, hat die Augsburger Puppenkiste längst erkannt und ihm ein eigenes Spektakel gewidmet: Biene Merkel und Westerwilli, der Depp der Blumenwiese. Damit geht verdientermaßen das Juwel der Woche an unseren Westerwilli. Und zwar nicht für das, was er angesprochen hat, sondern wie er die an sich  richtige Themensetzung total verschneit hat.

 

 

 

Das Juwel der Woche - 6. KW 2010 

Patricia Riekel - Modische Trendsetterin von Deutschlands führendem People-Magazin

 

Patricia Riekel (links im Bild), Chefredakteurin von Deutschlands führendem People-Magazin "Bunte", lässt ihre Redaktion allwöchentlich zeigen, wo's stylish nicht lang geht. Das Ergebnis nennt sich dann " Fehltritt der Woche". Leider wird dabei konstant die Chefin selbst  übergangen. Und dabei hätte sie diese Auszeichnung schon mehr als ein Mal verdient. Das Versäumnis soll hier wiedergutgemacht  werden. So sei ihr das "Juwel der Woche" mit des führenden People-Magazins nahezu eigenen Worten verliehen:

 

Zu der Geburtstagsfeier anlässlich von Hubert Burdas Siebzigsten trug Patricia Riekel ein Satin-Tischtuch. Zumindest sah ihr völlig formloses Hängerchen verdächtig danach aus: Einfach Decke von der Kaffeetafel gezogen, mittig ein Loch reingeschnitten – fertig, passt! Leider ließ das weinrote Etwas sie dekolletémäßig ziemlich hängen. Da mochten sich die Haare nicht lumpen lassen und schlossen sich solidarisch an.

 

 

http://www.bunte.de/lifestyle/fashion/fehltritt-der-woche_did_2480.html

 

 

 

                                             

© Christa Tamara Kaul