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Wetten dass...? und was?

Feuern Sie Ihr Management, Tom Hanks!

 

Christa Tamara Kaul  | 05.11.2012

 

War sie nun brillant oder unterirdisch, die zweite Folge von "Wetten dass...?" unter der Leitung von Markus Lanz am 3. November 2012? Wenn es nach Tom Hanks, Hollywoodstar und einer der Promi-Gäste des Abends, ginge, dann müsste der für die Sendung Verantwortliche gefeuert werden - und zwar weil die Sendung drei Stunden dauerte und er, Hanks, solange auf der Couch ausharren musste. Jedenfalls, so Hanks, wäre das in den USA der Fall.  Aber: Werbung im Fernsehen zur Primetime kostet eben was.  Hat Ihnen das Ihr Management nicht gesagt? Feuern sie es, Tom  Hanks.

 

Sicher - es ist ein Jammer, dass die Hollywood-Gäste Halle Berry und Tom Hanks dem mehr oder minder munteren Treiben der ZDF-Show vom 3. November offenbar nur wenig Reiz abgewinnen konnten. Doch einen Grund zur Entschuldigung, wie es die Bild-Zeitung mit viel Gedönse propagiert hat, gibt es weit und breit nicht, jedenfalls nicht bei den Sendungsverantwortlichen..

 

Auch wenn das Gesamturteil über diese ZDF-Abendshow  irgendwo im Bereich zwischen brillant oder unterirdisch liegt, so tendiert es doch eher zum positiven Ende der Skala, und der (möglicherweise berechtigte) Grund für das Murren der Hollywood-Promis ist nicht bei der Sendung an sich, sondern anderweitig zu suchen. Es stimmt ja -  Lanz fehlt so einiges, etwa das paradiesvogelhaft bunte Erscheinungsbild gepaart mit Leichtigkeit, was einen Thomas Gottschalk auszeichnete, und auch dessen Charisma, mit immenser Schlagfertigkeit blitzschnell aus fast jeder Situation das Maximum an Unterhaltung und manchmal sogar an Information herauszuholen.  Aber - zum Glück - beruht diese Sendung nicht nur auf der Chuzpe des jeweiligen Moderators. Sie ist, wie es die Süddeutsche formulierte, als facettenreiches Live-Ereignis an und für sich stark genug für den Erfolg.

 

Zu schade also, aber bis zu einem gewissen Grad möglicherweise verständlich ist, dass die  Promi-Gäste Halle Berry und Tom Hanks in der ZDF-Show vom 3. November wenig bis gar nicht "amused" waren. Laut und vernehmlich lästerte Hanks am nächsten Tag: „Wenn in Amerika eine Show drei Stunden läuft, werden die Verantwortlichen gefeuert! " Der betreffende Moderator würde keinen Job mehr finden. Nie mehr. Und das Film-Management von Berry und Hanks ätzte mittels diverser Medien, dass "man Stars nicht so behandeln" könne. Es wäre eine Zumutung für die Hollywood-Größen gewesen.

 

Und warum der ganze Zoff? Nun, weil die beiden Hollywood-Größen drei Stunden auf der Wetten-dass-Couch zwischen anderen ausharren mussten und ihnen zudem  zugemutet wurde,  für ein paar Minuten mit einem Tiermützchen auf dem Kopf Herrn Lanz beim Sackhüpfen zugucken zu müssen, später gar noch bei einer Jo-jo-Wette sich die Tischdecke vor der Nase wegziehen zu  lassen. Ja, ein hartes Los!

 

Stellt sich also - fernab von allem Bild-Gedönse  von wegen "Deutschland entschuldigt sich", nein tut es nicht - die  Frage: Warum saßen die beiden Hollywood-Promis denn überhaupt in der Sendung herum? Richtig - weil sie Werbung für ihren aktuellen Film machen sollten  -  oder mussten. Aber Werbung im Fernsehen zur Prime Time kostet nun einmal sehr  viel. Da sollten die beiden doch froh sein, dass sie nicht zahlen mussten, sondern im Gegenteil noch eine ordentliche Gage kassieren durften. Dafür sollte man möglicherweise dumm, aber doch mehr oder minder konziliant ein paar Stündchen herumsitzen können.

 

Wirklich dumm allerdings, dass das Filmmanagement der beiden sie offenbar im Unklaren darüber gelassen hat, was sie in der Sendung erwartet. Auch die (wahrscheinlich hoch bezahlten) privaten Manager der Stars scheinen ihre Schützlinge nicht richtig instruiert, also versagt zu haben. Deshalb:

 

Feuern, Tom Hanks! Aber nicht den Moderator oder sonstige für die Show Verantwortliche, sondern Ihr desaströses Management-Team!

 



                                             

© Christa Tamara Kaul