Das und jenes

 -  und was sonst

noch zum

alltäglichen Wahnsinn

gesagt werden muss

 

 

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Facebook-Revolution in Ägypten?  Totaler Schwachsinn!

Christa Tamara Kaul  | 08.01.2012   (bei Telepolis erschienen am 12.01.2012)

Ist von den Protestbewegungen in den arabischen Ländern die Rede, dann taucht nahezu zwangsläufig der Begriff von der Facebook-Revolution auf. Doch stimmt das überhaupt? Nein, sagt klipp und klar der in Kairo lebende deutsch-ägyptische Blogger Philip Rizk. Eine Facebook-Revolution in Ägypten? Totaler Schwachsinn!  >>>>>

 

Von wegen nur meckern!

Die Deutschen sehen in der Globalisierung auch positive Aspekte

Christa Tamara Kaul  | 07.11.2011

Da sage noch mal einer, die Deutschen würden immer nur meckern! Der partielle  Gegenbeweis ist  spätestens mit den Ergebnissen einer infas-Umfrage erbracht, die im Auftrag der Bertelsmann Stiftung erstellt wurde.   >>>>>

 

Nicht so, wie es aussieht

Pferd galoppiert in Radarfalle

Christa Tamara Kaul  | 08.07.2011

Im niedersächsischen Meppen gelang ein bisher einmaliges Blitzerfoto: Da galoppierte im dichtesten abendlichen Berufsverkehr ein Schimmel durch die Hauptstraße. Ganz ordentlich auf der richtigen Fahrbahn.  >>>>>

 

Gutjahr und die Paläste Nordafrikas

Vom Rebellenschwatz zum Kotau

Christa Tamara Kaul  |  22.06.2011

"Die Mächtigen in den Sendern kommen mir so vor wie die Machthaber in nordafrikanischen Ländern." Mit diesem Satz hoffte wohl der freie Journalist und Blogger Richard Gutjahr gleich zu Beginn des Medienforum.NRW beim Auditorium Eindruck zu schinden. Was aber gründlich daneben ging.  >>>>>

 

Hund Katze Maus

Die Tierschau der Kunst

Christa Tamara Kaul | 12.04.2011

Der Mensch liebt sie, der Mensch quält sie - die Tiere. Er benutzt sie, wie es gerade behagt. Und dieses uralte Verhältnis von Mensch und Tier ist - oft auch und gerade in seiner Ambivalenz - seit alters her ein Thema in der Kunst. Das zeigt aktuell die Ausstellung "HundKatzeMaus" im Kunsthaus Zürich. Das hat ähnlich - aber nicht gleich - schon 2007 die Ausstellung "Tierschau“ im Kölner Walraff-Richartz-Museum getan.  >>>>>

 

Wutbürger Knutbürger Mutbürger

Die geballte Faust in der Tasche reicht nicht

Christa Tamara Kaul | 11.04.2011

Was den Wutbürgern recht ist, ist den Knutbürgern längst billig. Die einen protestieren gegen vermeintliche oder tatsächliche Fehlplanung, etwa bei Stuttgart 21, die anderen gegen eine vermeintlich oder tatsächlich miserable Haltung des früh verstorbenen Kult-Eisbären Knut. Gut und schön, sie alle haben Aufmerksamkeit für "ihre" Themen geweckt. Immerhin. Was wir aber noch viel dringender brauchen, sind Mutbürger.  >>>>>

 

Und sie bewegt sich doch - die Una Sancta Catholica

Oder: Benedikt XVI. und die Zeichen der Zeit

Christa Tamara Kaul | 20.11.2010  -   Siehe auch Rezension "Licht der Welt"

 

Zwei Aussagen von Papst Benedikt XVI., die in den letzten Tagen publik wurden, wecken freudiges, fast ungläubiges Staunen. Denn sie zeigen: Und sie bewegt sich doch - die Una Sancta Catholica!  Es geht - nicht nur, aber von der Öffentlichkeit am meisten gewürdigt - um das Thema Aids-Bekämpfung sowie die grundsätzliche Rücktrittsoption eines Papstes. Was längst überfällig war und viele schon nicht mehr erwartet haben, ist nun tatsächlich amtlich: Papst Benedikt XVI. rückt von einer völligen Ablehnung von Kondomen als Verhütungsmittel ab und erklärt, dass ihr Gebrauch in einigen Fällen gerechtfertigt sein könnte. Sozusagen als das kleinere Übel. Weiter >>>>>

 

Danke, Thilo Sarrazin!

oder: Vom Guten im Schlechten

Christa Tamara Kaul - 04.09.2010

Krawallbanker, Brandstifter, Rassist, Volksverhetzer  -  die Reaktionen in Politik und Medien auf Thilo Sarrazins Buch "Deutschland schafft sich ab" weisen Merkmale von Amokläufen auf. Die übliche Empörungsmaschinerie der veröffentlichten Meinung überschlägt sich mit den üblichen Verbalknallern wie "rassistisch", "antisemitisch",  "menschenverachtend" und "menschenfeindlich".  Aber immerhin, egal wer was von Sarrazins Thesen hält  -  eines steht jedenfalls fest: Sarrazin markiert einen Wendepunkt. Die Integrationsdebatte wird zukünftig nicht mehr dieselbe sein wie zuvor. Es sieht ganz so aus, als seien tatsächlich selbst verschuldete Blockaden gesprengt worden und endlich ein offener und offensiver Umgang mit dem Thema möglich. Sarrazin sei Dank!....Weiter >>>>>

 

Die Krise nach der Krise

Deutschland am Abgrund, Polen auf der Überholspur?

Christa Tamara Kaul | 23.04.2010

Eine rosige Zukunft sieht anders aus. Jedenfalls wenn die Prognosen einer aktuellen Studie des Brüsseler „Centre for European Policy Studies“ (CEPS) zutreffen sollten. Dieser Untersuchung zufolge strebt Deutschland dem wirtschaftlichen Abstieg entgegen – sofern sich nicht einiges deutlich verändern sollte. Denn nach der Finanzkrise wird die Welt nicht mehr so sein wie zuvor. Die Frage ist: Wohin also tendiert die Entwicklung, was hat die nächste Generation in Europa zu erwarten? Weiter  >>>>>

 

Apples iPads

Knapp, aber kratzfest

Christa Tamara Kaul | 18.04.2010

Apple gehen die iPads aus, denn die Nachfrage ist riesig. Offenbar kommt man mit dem Nachschub nicht hinterher! Wie die „Financial Times Deutschland“ am 18. April berichtete, hat der Konzern bereits alle Kapazitäten eines Zulieferers geblockt. Doch das reicht offenbar noch immer nicht aus. Alle, die sich nun vielleicht fragen, was denn so toll an den iPads sei und warum sich so viele darum reißen, sollten sich ein Video bei Youtube ansehen. Das beantwortet manche Fragen. Unter anderem die, ob die iPad-Oberfläche kratzfest sei: >>>>> http://tinyurl.com/y3f49pm

 

Glanz und Faszination des Silbers

- und seine Risiken in der Nano-Technologie

Christa Tamara Kaul | 28.03.2010

Kühler Glanz und zurückhaltende Pracht: Silber fasziniert seit alters her. Es lässt sich zu wunderbarem Schmuck verarbeiten oder zu edlen Schalen, Pokalen oder Bestecken, die einen Tisch zur prunkvollen Tafel erheben. Doch den größten Reiz und mittlerweile auch Gewinn erbringt das Metall seit einiger Zeit vor allem dann, wenn es besonders klein daherkommt: In der Nano-Technologie haben die silbrigen Minipartikel einen wahren Siegeszug in vielen Produkten rund um die Welt angetreten. Nicht ohne Nebenwirkungen, wie der BUND darlegt...Weiter >>>>>

 

Vorsicht Datenschleuder - sagt Stiftung Warentest

oder: BILD dir eine Meinung - über Facebook

Christa Tamara Kaul  |  14.03.2010  |  24.03.2010  aktualisiert

Vor zehn Tagen traute ich meinen Augen kaum, als mir auf einer bild.de-Seite mein auf Facebook eingestelltes Konterfei entgegenblickte. Das Bild  war - grafisch tadellos - in Korrespondenz zu einem Artikel auf einer bild.de-Seite eingebaut. Darunter die Aufforderung: "Update Your status about this event". Das "Event" war Michael Schumachers erstes Autorennen nach seiner Rückkehr in den Formel-I-Zirkus....Weiter >>>>>

 

 

Non plus ultra - Das Juwel der Woche

Das Leben ist nicht immer gerecht. Deshalb werden hier immer wieder Ereignisse, Personen oder Organisationen, die durch Wort, Bild oder Auftritt herausragten, mit der Aufmerksamkeit bedacht, die sie verdienen....da geht's lang >>>>>

 

 

Ein Planet der Männer? Seit wann?
UN-Männerklub zur Finanzierung von Klimaschutz und Klimawandel
Zwei Monate nach dem Versagen der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen hat UN
Generalsekretär Ban Ki Moon ein Beratungsgremium zur Finanzierung von
Klimaschutz und Klimawandel eingesetzt - bestehend aus 19 Männern. Auch wenn wir uns bewusst sind, dass die Nominierung von Frauen nicht notwendigerweise zu mehr Geschlechtergerechtigkeit führt, müssen wir doch  fragen: Gibt es keine weiblichen Experten mehr? Besteht der Planet nur aus Männern?  Weiter >>>>>

 

"Missbrauch" von Kindern

Gibt es etwa einen "rechtmäßigen Gebrauch"?

Christa Tamara Kaul  |  26.02.2010

Zwar wird die Formulierung "Missbrauch" im  Strafgesetzbuch  (STGB) offiziell verwendet und damit juristisch  abgesegnet, dennoch ist sie mehr als fatal. Denn das Wort Missbrauch impliziert logischerweise immer, dass es auch einen rechtmäßigen Gebrauch gebe, in diesem Fall eben einen rechtmäßigen Gebrauch von Kindern durch Erwachsene. Tatsächlich sahen das bis vor ein paar Jahren auch einige noch so. So beantragte die  Bundestagsfraktion der Grünen im Februar 1985, die Strafrechtsparagrafen 175 und 182 ersatzlos zu streichen. ...weiter >>>>>

 

Zwei Nedas, eine Golmehr und viele Fragen

Eine Geschichte über die Fragwürdigkeit von Bildern

Christa Tamara Kaul | 07.02.2010

Was für eine Geschichte! Die der zwei Nedas. Der toten Neda Soltan und der lebenden Neda Soltani. Oder so ähnlich. Denn so genau lässt sich das Gemenge aus richtigen und falschen Behauptungen, die im Lauf der Zeit vor allem im Netz kolportiert  worden sind, kaum durchschauen. Nun brachte das SZ-Magazin Anfang Februar eine neue Version der Geschichte - mit der Erkenntnis, dass da zwei Frauen mit fast gleichem Namen verwechselt worden seien. Eben die tote Neda, Ikone des iranischen Widerstandes gegen die Diktatur, und die lebende Neda, eine Asylsuchende in Deutschland. Mit zwei Bildern und der dazu gehörenden Bildunterschrift sollte das untermauert werden. Doch es erwachsen Zweifel....weiter  >>>>>

 

Es war nicht alles schlecht 

Oder: Richlings Werk und Rethers Plunder
Christa Tamara Kaul | 11.01.2010

2009  -  ein Jahr der Superlative: Superwahljahr, Superversprechungen, Superinsolvenzen, Superabfindungen und eine Supertalfahrt der SPD. Über allem kreiste fröhlich der Pleitegeier. So die kurzgeschrumpfte Jahrescharakteristik von Mathias Richling und Kollegen. 2009 - ein Geschenk für Kabarettisten....weiter  >>>>>

 

"Causa Käßmann" - oder:

Die Folgen schlechter Kommunikation

Christa Tamara Kaul | 06.01.2010

Die "causa Käßmann" nimmt in einigen Zirkeln und Medien merkwürdige, wenn nicht gar groteske Formen an. Da zupft beispielsweise Alice Schwarzer in "Emma" auf der Genderharfe, um der kritisierten Bischöfin vermeintliche Schützenhilfe zu leisten. Dazu wird - nicht nur in "Emma", sondern beispielsweise auch in der "Süddeutschen" -  in die Rechts-Links-Pazifismus-Klischee-Kiste gegriffen, dass auch die letzten klaren Gedanken Gefahr laufen, den Bach runterzugehen....weiter  >>>>>

 

Aida in Bregenz

- oder: Verloren in nassen Klamotten
Christa Tamara Kaul | 31.12.2009
Gestern Abend ging Aida baden, via 3sat in Bregenz. Also - eigentlich wurde die Holde ja schon im Sommer ins Wasser gesetzt, doch der weiten Welt gezeigt wurde es erst jetzt - aber der Reihe nach.. Die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden - kaum eine Binse ist mehr ausgewalzt und gleichzeitig gültiger als diese. Insofern birgt jede Wahl des "Schönsten Irgendwas' aller Zeiten" immer unvermeidliche Tücken in sich....weiter  >>>>>

 

Der Stoff, aus dem Konflikte sind
Wie und warum das muslimische Kopftuch polarisiert
Christa Tamara Kaul | 20.09.2009
Es sind nur drei Verse, die sich im Koran zur Bekleidung der muslimischen Frau äußern, und die sind vage formuliert. Doch streiten konservative und erst recht fundamentalistische Islamströmungen für den Hidschab, also das Kopftuch oder den Schleier, als sei das angeblich gottgebene Schleiergebot die sechste Säule des Islams. Was es mit dem „Kopftuchstreit“ in seinen unterschiedlichen Varianten auf sich hat, wie sich der islamische Feminismus vom westlichen unterscheidet und warum das alles eine gesamtgesellschaftliche Themensetzung ist, das zeigt mit wissenschaftlicher Präzision und vielfachen Aha-Effekten ein Buch von Sabine Berghahn und Petra Rostock....weiter  >>>>>

 

Autoren gegen Verleger gegen Suchmaschinenbetreiber

Oder: Burda gegen Google

Christa Tamara Kaul | 01.07.2009

Arno Schmidt soll einmal gesagt haben "Alle Verleger sind Schufte", und Kurt Tucholsky wird die morbide Erkenntnis zugeschrieben "Die Verleger schlürfen aus den Hirnschalen ihrer Autoren Champagner". Vielleicht stammt das aber auch von Erich Kuby. Oder doch eher von dem 1931 verstorbenen Literaturwissenschaftler Friedrich Gundolf? Wer auch immer es zuerst gesagt hat, es klingt jedenfalls so, als sei's von heute. Oder anders herum: So neu, wie es im ersten Moment scheint, ist das nicht, was sich hinter den aktuellen Vorstößen von Verlegern hinsichtlich einer Leistungsschutzabgabe verbirgt....weiter  >>>>>

 

Alles. Immer. Überall.
Wunsch und Wille auf dem Medienforum NRW
Christa Tamara Kaul | 26.06.2009
Das Motto des Medienforums NRW 2009 – Alles. Immer. Überall. – sollte den Anspruch der Branche leicht ironisieren und zur Positionsbestimmung antreiben. Doch bei einigen weckte es gar religiöse Assoziationen. Ein Kirchentag wurde der Kölner Medientreff (22.-24.06.2009) dann aber doch nicht - allein schon deshalb nicht, weil eine es keine wirklich frohe Botschaft gab. Der rechte Glaube allerdings ist gefragter denn je – allem voran im Printbereich. ... weiter  >>>>>

 

Games, Clans und Gilden

Böhmische Dörfer oder neue Leitmedien?

Christa Tamara Kaul | 22.06.2009

Wissen Sie eigentlich, was sich auf den Computern ihrer Kinder abspielt? Oder auf denen anderer Kinder und Jugendlicher? Wenn nicht, dann können Sie es sich zeigen lassen – und dabei selbst in die Welt der Computerspiele eintauchen. Die so genannten Eltern-LANs bieten allen Interessierten die Möglichkeit dazu.... weiter  >>>>>

 

Die Arminiusschlacht
Gründungsmythos und Urknall deutscher Geschichte

Christa Tamara Kaul | 08.05.2009
Gleich drei geschichtsträchtige Jubiläen stehen 2009 in Deutschland an – der Fall der Berliner Mauer, die Gründung der Bundesrepublik Deutschland und die Arminiusschlacht vor 2.000 Jahren - der Urknall deutscher Geschichte. Eigenartigerweise taucht immer wieder die Neun im Datum von Deutschlands geschichtsprägenden Ereignissen auf.
Wobei die Neun ihren fulminanten Einstand eben vor 2.000 Jahren gab, und zwar an einem Ort, den Tacitus den „Wald bei der Teutoburg“ nannte. Es war so etwas wie der Zeugungsakt deutscher „Volkswerdung“, fachlich Ethnogenese. Was es mit diesem Gründungsmythos auf sich hat und wie es Arminius überhaupt geschafft hat, mit seinen losen Verbänden von Stammeskriegern der damals stärksten Armee der Welt eine solche Niederlage zu verpassen, das untersucht der Althistoriker Michael Sommer.... weiter  >>>>>

 

Der Mond - vom Sehnsuchtssymbol zum Forschungsobjekt

Eine Kölner Ausstellung beleuchtet das mythenumwobene Nachtgestirn

Christa Tamara Kaul | 26.03.2009

Was wären die Mythen und Märchen, die Literatur, die Lyrik, was wäre die Malerei - vor allem in der Romantik - ohne den Mond. Über Jahrtausende diente er als Symbol des Weiblichen, des Fließenden, des Geheimnisvollen, als Zugang zu den Nachtseiten des Seins. Bis Galileo Galilei (1564 - 1642)  sein Teleskop auf den Erdtrabanten richtete und die heraufziehende Aufklärung eine Entzauberung einleitete. "Es war eine Zeit, wo man den Mond nur empfinden wollte, jetzt will man ihn sehen", sinnierte einst Johann Wolfgang von Goethe. Und umriss mit dieser Feststellung genau das, was die Kölner Ausstellung zeigen will: Der Mond ist stets der Gleiche, doch die Menschen sehen ihn immer wieder neu. ... weiter  >>>>>

 

Der Grill als Gral

Der Frühling naht und mit ihm Prometheus Mann

Christa Tamara Kaul | 04.03.2009

Bald beginnt die Grillsaison wieder. Da muss ich schnell mal zwei Frühlingsabende über das folgende Juwel der Erkenntnis über grillende Männer meditieren. Leider weiß ich nicht mehr, wo ich es gefunden habe: "Meistens trifft man sie am Grill, der ihnen zum Gral wird, an dem sie ihre Stellung so verteidigen, als wären sie Prometheus, Feuerbringer und Lehrmeister des Menschengeschlechts, und nun ... weiter >>>>>

 

Patricia Riekel

Bunte Schlacht für mehr Fett

Christa Tamara Kaul | 22.02.2009

Nicht selten heißt es, Journalismus sei ein Geschäft für kaltschnäuzige, unsentimentale und listige Menschen mit Austeilerqualität - das liege in der Natur dieses Berufes. Nun, ja. Ein Pauschalurteil, und als solches nicht immer zutreffend. Es gibt auch in diesem Haifischbecken mitfühlende Seelen. Aber immerhin erweist es sich oft als Vorteil, nicht über die Maßen klug zu sein. Der Mangel an Selbstzweifeln erleichtert das mediale Frontleben ungemein, während Reflexionsfähigkeit oder gar Skrupel es erheblich erschweren. Besonders den People's-Journalisten. Patricia Riekel, Chefredakteurin von Deutschlands "führendem People-Magazin" Bunte kann davon mehr als ein Lied singen. ... weiter >>>>>

 

Stürmer-Qualität

Wie Zeitjung mit Zeitgefühl den Zeitgeist versilbern will

Christa Tamara Kaul | 18.02.2009

Stürmisch drängte das Online-Magazin "zeitjung.de" am 13. Februar 2009 nach mehrmonatigem Probelauf auf den Medienmarkt. Als Angebot für 16- bis 24-jährige "Berufsstarter" - Schüler, Azubis und Studenten. In einem Sturm der Selbstbegeisterung verkündete das Redaktionsteam: "Wir glauben zu wissen, was das Geheimnis (junger Nachrichten) ist. Und wir haben den Mut, so zu schreiben, wie uns der Schnabel gewachsen ist. Auch - und vor allem - am Freitag, den 13." Hmm, vielleicht war das Datum dann doch nicht so gut. Denn was bis jetzt heraus gekommen ist, das hat streckenweise wirklich "Stürmer"-Qualität. ... weiter  >>>>>

 

Tunnelblick statt Aufklärung

Defizitäres Medienrauschen um Papst und Pius-Bruderschaft

Christa Tamara Kaul | 13.02.2009

Eins ist ihm nicht zu nehmen: Der Papst ist ein Quotenbringer. Mag der Benedetto-Jubel scheinbar oder tatsächlich verflogen sein - die veröffentlichte Meinung berauscht sich geradezu mal wieder an Papst und Vatikan. Und wie bei einem Rausch üblich, sind so manche benebelt. Was da in den letzten drei Wochen selbst von so genannten Qualitätsmedien und mehr oder minder Prominenten an kruden Vorstellungen, bösartigen Unterstellungen und krawalligen Ausfällen zu vernehmen war, lässt nur einen Schluss zu: Sachkenntnis und Recherche dümpeln überwiegend im Nanobereich. .... weiter  >>>>>

 

Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht

Die Ex-Ex-Kommunikation der Pius-Brüder als

Inszenierung einer Laienspielschar 

Christa Tamara Kaul | 04.02.2009

Es ist derzeit nicht leicht, katholisch zu sein. Nein, wirklich nicht, denn das neueste  Theaterstück, das in Rom inszeniert wurde, heißt "Rücknahme der Ex-Kommunikation der Pius-Brüder - oder: Wer ließ Benedikt XVI. gegen die Wand laufen?". Die Aufführung wirkt wie die schlechte Inszenierung einer Laienspielschar. Selbst die meisten der vielen Zuschauer, die Papst Benedikt XVI. alias Joseph Ratzinger grundsätzlich große Wertschätzung als Person und Hochachtung als Theologen entgegenbringen, sind ratlos bis entsetzt. Kein Wunder, dass das Spektakel in einem Chor von Buh-Rufen unterging und das Urteil "Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht" erhielt.... weiter  >>>>>

 

Wir sind das Dschungelcamp! 

Frau Riekel und das wohlige Gefühl, selbst verschont zu bleiben

Christa Tamara Kaul | 28.01.2009

Kaum eine andere Sendung im deutschen Privatfernsehen lege so viel Wert auf Humor und Selbstironie wie das neue RTL-Dschungelcamp, verkündete Peer Schader bei Spiegel-Online. Von wegen Ironie, verlachte Kreimeier die journalistische Konkurrenz. Und mutmaßte, dass das  Privatfernsehen ironiefrei sei und jeder  Ironiker daher dort bald verhungern müsste. Doch in Wirklichkeit, so Bunte-Chefin Patricia Riekel, wohnt tief in uns etwas Archaisches, was sich immer dann am wohlsten fühlt, wenn es anderen schlecht geht..... weiter  >>>>>

 

Gestern Second Life - heute Twitter

Warum denn soviel Zeit verschwenden?

Christa Tamara Kaul | 26.01.2009

Ich begreife es nicht, nein, auch nicht, wenn ich mir Mühe gebe. Warum um Himmels Willen soll ich twittern? Wenn dort nicht gerade die Welt neu erfunden wird, dann brauche ich Twitter und Facebook ebenso wenig wie vor Zeiten Second LIfe. Allem Euphoriegeschrei(be) zum Trotz, das durchaus auch von intelligenzbegabten Zeitgenossen kommt. Gerade in Zeiten des Wandels musst Du denen am ehesten misstrauen, die sich am sichersten sind. Und ob!  ... weiter  >>>>>

 

Wohnen mit Klischee
Das Reihenhaus – Herzenswunsch und Spottobjekt

Christa Tamara Kaul | 09.01.2009
Es geht nicht zuletzt um den Ruf. „In deutschen Reihenhäusern“ heißt eine Ausstellung in Köln, die vor allem eines will: zeigen, welche Vielfalt hinter den vier Wänden dieser Bauten wohnt – allen Klischees zum Trotz. Denn Reihenhäuser stehen auf den Skalen der Statussymbole sowohl ganz oben als auch ziemlich weit unten. Je nach Ausgangslage. Ihre Bewohner sind einerseits Leute, die „es geschafft haben“. Geschafft „etwas Eigenes“ zu erwerben, weitgehend unabhängig  und - meist stadtnah - im Grünen zu wohnen. Andererseits sind es aber auch die, bei denen es zur pompösen Villa oder dem kleinen Schlösschen nicht gereicht hat. Und sonst? Da lässt sich Überraschendes finden,... weiter  >>>>>

 

Nicht hart, aber nervtötend

Herr Plasberg und der ARD-Jahresrückblick "2008 - Das Quiz"

Christa Tamara Kaul  | 28.12.2008

Günter Jauch kennt sich da aus, immerhin ist er bereits mehrmals zum beliebtesten Moderator Deutschlands gewählt worden. Deshalb konnte er auch Frank Plasbergs Frage beantworten, weshalb er, Plasberg, noch nicht einmal als Kandidat zur Wahl des beliebtesten Moderators aufgestellt worden ist: "Sie sollten öfter scheitern, Herr Plasberg  -  aber Sie sind ja auf einem guten Wege."  Tja, da könnte er Recht behalten....  weiter   >>>>>

 

Eros und Genius, diese Wankelmütigen  

Wenn aus Liebe Kunst wirdoder eine persönliche Katastrophe

Christa Tamara Kaul  | 03.11.2008

Unter dem Titel „Künstlerpaare - Liebe, Kunst und Leidenschaft“ zeigt das Kölner Wallraf-Richartz-Museum vom 31. Oktober 2008 bis zum 8. Februar 2009 eine „liebevoll“ zusammengestellte Auswahl von Gemälden und Plastiken, die in der schöpferischen Auseinandersetzung von 13 Künstlerpaaren entstanden sind.... weiter  >>>>>

 

Posse oder Katharsis?
Vom lustigen Versuch, die Qualität des deutschen Fernsehens zu retten

Christa Tamara Kaul  | 17.10.2008
Ach, was muss man doch von bösen – Buben hören oder lesen! Wie etwa hier von diesen beiden, von denen einer das Fernsehen kann nicht leiden. Und deshalb weigerte der sich, der Gottvater der deutschen Literaturkritik Marcel Reich-Ranicki, glatt, den Ehrenpreis des Deutschen Fernsehpreises für sein Lebenswerk  anzunehmen. Was wiederum Unterhaltungszampano und Quotenbringer Thomas Gottschalk, der die dem Anlass entsprechende, aber keineswegs völlig geistfreie Laudatio gehalten hatte, zu der nahezu genialen Idee inspirierte, Reich-Ranicki mittels einer spontan angesetzten Sondersendung als TV-Kritiker zu installieren. Schon ein paar Tage später kreißten die beiden Fernsehgiganten in einem medienphilosophischen Disput und gebaren eine – na, was wohl? Ja, genau. Doch der Reihe nach.... weiter  >>>>>

 

Sieben Tage 

Der Rundfunkstaatsvertrag, die EU und der Wert der Medien
Christa Tamara Kaul  | 12.06.2008
Die Neuregulierung der Medien in Deutschland, konkret die 12. Änderung des Rundfunkstaatsvertrages, steht seit längerem an – begleitet von kontroversen Vorstellungen. Am 12. Jun. 2008 nun legten die Ministerpräsidenten der Bundesländer einen Entwurf vor, der den öffentlich-rechtlichen Rundfunksendern – vor allem bei ihren Online-Aktivitäten – engere Grenzen zuweist, als von diesen gewünscht. ... weiter  >>>>>

 

   Blogger, Journalisten und das Anzeigengeschäft - Auch eine Art der Konvergenz

  Christa Tamara Kaul  |  26.03.2008
Es gab eine Zeit, da galt die hehre Maxime, dass redaktionelle Arbeit und Anzeigengeschäft haarscharf zu trennen seien. Doch irgendwann erschallte der Ruf nach Konvergenz, soll heißen nach dem Zusammenwachsen verschiedener  Technologien, um ganz neue Anwendungen zu schaffen. Offenbar trug die herbeizitierte technologische Konvergenz so viel Dynamik in sich, dass sie nach weiteren Kreativmöglichkeiten Ausschau hielt und tatsächlich fündig wurde. Und nun wächst immer öfter zusammen, was nicht zusammen gehört: Redaktion und Anzeigenabteilung....  weiter >>>>>

 

   Profilphishing und Identitätsmanagement
   Christa Tamara Kaul  |  19.03.2008
Wissen Sie eigentlich, was das Internet alles über Sie weiß? Und das heißt, was alle, die es möchten, auch wissen können. Die informationelle Selbstbestimmung ist ein wichtiges Gut, ein Grundrecht, das zu Recht vom Bundesverfassungsgericht immer wieder verteidigt wird, etwa  hinsichtlich der Vorratsdatenspeicherung. Doch was nützt das, wenn viele Leute, sehr viele sogar, jede Menge an Informationen zu ihrer Person freiwillig und massenfaft  umher streuen? ...  weiter >>>>>

 

   Islamkonferenz - Was denn sonst?

   Christa Tamara Kaul   | 13.03.2008

Bereits im Vorfeld der dritten Islamkonferenz tauchte sie wieder auf  -  die Frage, was das alles denn eigentlich bringe. Und: Wo sind die Ergebnisse? So, wie jedes Mal, wenn deutsche Staatsvertreter und Muslime sich zusammensetzen, um miteinander nach Möglichkeiten einer besseren Integration zu suchen.  

Es gibt kaum eine überflüssigere, um nicht zu sagen: blödere Frage. Ja - es stimmt, sie reden bislang "nur" miteinander, streiten vielfach und grundsätzlich und bislang offenbar auch offen und furchtlos. Aber das allein ist schon des Dankes wert, nachdem Jahre lang eben kein Austausch darüber stattfand, ob Integration gewollt ist und wie sie gelingen könnte.... 

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© Christa Tamara Kaul